11
Jan
2005

Uli Hoeneß will an unser Geld

Auch wenn ich Uli Hoeneß nur bislang am Rande wahrgenommen habe, so hat er es jetzt geschafft sich in mein Bewusstsein zu schwätzen. Herr Hoeneß möchte nämlich in Zukunft mehr Geld haben und er weiß auch schon wie. Natürlich von den Fernsehzuschauern, die brav ihre Gebühren an die GEZ zahlen. "Ja, wir müssen den Zuschauer etwas belasten, der zu Hause vor dem Fernsehschirm sitzt und die Bundesliga verfolgt. Vor allem aus dem öffentlich-rechtlichen Topf muss künftig mehr kommen“ posaunt Hoeneß in die Welt hinaus. In Zukunft will er nämlich für die Übertragungsrechte mindestens 500 Millionen Euro haben, denn in anderen Ländern sei das schließlich auch so.
Uli Hoeneß vergisst dabei leider ein paar Punkte.
1. Nicht jeder der an die GEZ Gebühren zahlt, der schaut auch Fußball und
2. in anderen Ländern läuft Fußball eher auf Pay-TV-Sendern und von denen kommt auch das Geld für die Übertragungsrechte. Hier wird also nicht jeder pauschal belastet, sondern nur der, der es auch wirklich sehen will.
Na gut, es sollen ja nur 10 Cent sein, aber wo soll das hinführen. Als nächstes steht dann nämlich Karl Moik auf der Matte und will mehr Geld für eine Fortbildung „Zählen von 10 bis 1“ und zudem noch bessere Musikanten. So geht das dann immer weiter bis jeder seine 10 Cent bekommt. Außerdem bin ich dafür, dass jeder 10 Cent bezahlt, damit Studenten in Zukunft von der GEZ befreit werden. Dann könnte man ja noch 10 Cent bezahlen, damit das Programm der öffentlich-rechtlichen Sender sowieso besser wird und noch mal 10 Cent damit ganz auf Werbeeinblendungen verzichtet wird. Da gibt es so viele 10 Cent Möglichkeiten, dass am mehrere Euro herauskommen und schon ist es nicht mehr nur ein Bisschen.
Na ja, aber sowie Weitsichtigkeit und Intelligenz hab ich von Profifußballspielern noch nie erwartet.

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